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Geocaching

Eines der Hobbies, die sich mein Freund und ich zugelegt haben, ist das Geocaching.

Geocaching ist eine Art „Internet-unterstützte Schatzsuche“. Da kann man sich im Allgemeinen wenig drunter vorstellen, wenn man es nicht kennt. Deswegen eine kleine Erklärungen:

Es gibt diverse Internetseiten, die Geocaching anbieten. Die größte von ihnen ist geocaching.com, eine wesentlich kleinere, deutsche und nicht-kommerzeille Seite ist opencaching.de. Beide bieten ähnliche Features an. Wir sind jedoch bei geocaching.com angemeldet. Es handelt sich dabei um eine sog. „freemium“-Seite, bei der man die Grundfeatures, die man benötigt, mit einer Basis-Mitgliedschaft kostenlos bekommt, für 30$ im Jahr aber noch ein paar nützliche Zusatzfeatures hat. Wir haben uns diese Premium-Mitgliedschaft gegönnt.

Jetzt aber zum Ablauf:

Nachdem man sich auf einer der Seiten registriert hat, kann man sich auf einer Liste oder Karte Geocaches anzeigen lassen, die z.B. in der Nähe des eigenen Zuhauses liegen. Hat man einen Cache gefunden, den man heben möchte, so lädt man sich diese Koordinaten auf ein GPS-fähiges Gerät, wie z.B. Handy oder natürlich GPS-Gerät. Geocaching.com bietet für die meisten Geräte ein Interface an, das das Übertragen der Koordinaten und Cache-Infos erleichtert.

Und dann gehts los: Zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Auto – wie, bleibt dem einzelnen überlassen, aber das Ziel sind die Koordinaten. Dort angekommen, springt einem der Cache natürlich nicht einfach ins Gesicht – der Reiz an dem Spiel ist es ja, etwas Verstecktes zu finden. Außerdem soll verhindert werden, dass die Caches von Nicht-Geocachern (den sog. „Muggels“ oder „Muggles„) nicht gefunden und möglicherweise aus Unwissenheit zerstört oder mitgenommen werden.

Achtung: Wenn Muggels in der Nähe sind, unauffällig suchen! Sonst suchen am Ende noch Unbeteiligte mit, weil sie denken, du hast etwas verloren.

Schließlich ist die Dose gefunden und der Inhalt kann untersucht werden. Meist (je nach Größe und zum Teil „Thematik“ der Dose) findet man im Inneren kleinere Gegenstände, die zum Tauschen sind. Dabei wird immer ein „uptrade“ empfohlen, sprich, man sollte immer etwas höher- oder gleichwertiges reinlegen, als das, was man rausgenommen hat. Es gibt auch noch spezielle Tauschgegenstände, die sog. Trackables, zu denen ich allerdings später komme.

Was in jedem Cache zu finden ist, ist ein Logbuch. In dieses trägt man sich dann mit Datum, evtl. Uhrzeit und auf jedem Fall dem eigenen Nicknamen in das Buch ein. Manche besitzen auch einen eigenen Stempel. Falls Platz und Lust vorhanden sind, kann man in das Logbuch auch noch ein paar Worte zum Cache schreiben oder dem Abenteuer, wie man ihn gefunden hat.

Nach dem Wiederverstecken des Caches fehlt eigentlich nur noch ein Schritt: Den Fund auch im Internet loggen: Einfach den Cache aufrufen und auf den „Loggen“-Button klicken. Viele Owner (=die, die den Cache ausgelegt haben) würden auch ganz gerne mehr als nur „Gefunden“ oder das obligatorische „TFTC“ (=“Thank you for the cache“/“Danke für den Cache“) lesen, also ruhig ein bisschen mehr dazu schreiben.

Und voilà! Der erste Cache ist gefunden.

Klingt interessant?

Man braucht wirklich nicht viel, um dieses Hobby auszuführen. Einzig ein GPS-fähiges Gerät ist dazu notwendig, was die meisten aktuellen Smartphones auch können. Für Rätselcaches ist mitunter ein Kompass notwendig, in der Nacht Cachende könnten eine Taschenlampe gebrauchen. Einen Stift sollte man immer dabei haben, da manche Caches einfach zu klein sind, als dass schon ein Strift dabei sein könnte. Ansonsten ist die Ausrüstung meistens Cache-spezifisch. Manchmal kann eine Pinzette hilfreich sein, manchmal ein Seil und gelegentlich braucht man sogar Taucherausrüstung oder eine professionelle Kletterausrüstung. Oder man muss Astronaut sein, denn es gibt sogar einen Cache im Weltraum! Kein Scherz, er ist in der ISS angebracht.

Trackables

Nun noch schnell etwas zu den Trackables. Trackables sind Gegenstände, die nicht dazu gedacht sind, sie zu behalten. Es sind meistens Gegenstände mit einer kleinen Marke daran („Travelbug®“, „Traveltag“) oder besondere Münzen, sog. „Geocoins“. All diesen Gegenständen ist gemeinsam, dass sie einen kleinen sechsstelligen Code aufgeprägt oder -gedruckt haben, den Tracking-Code. Diesen kann man bei geocaching.com eingeben, wenn man den Trackable gesehen oder mitgenommen hat. Hat man ihn aus einem Cache herausgenommen, so darf man ihn aber nicht behalten, sondern sollte ihn bald wieder in einem anderen Cache legen. Auch dies muss natürlich ordnungsgemäß geloggt werden. Auf diese Weise kann man sehen, wie ein Gegenstand von Cache zu Cache wandert. Manche Trackables haben eine Aufgabe, die sie erfüllen müssen, oder werden auf ein Rennen geschickt.

 

Wem ich jetzt mit dieser kleinen Einführung das Hobby schmackhaft gemacht habe, der kann auch gerne Fragen an mich stellen – oder direkt anfangen. Rechts unten in der Widget-Leiste findet sich eine kleine Status-Bar mit dem Nickname und den gefundenen Caches des Teams, das mein Freund und ich bilden. Und wer mehr zu den ganzen Begrifflichkeiten, Regeln und Gegenständen wissen möchte, kann sich im Cachewiki austoben. Da gibt es noch viel mehr zu entdecken als das, was ich hier angerissen habe.

Viel Spaß dabei!

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